Im Fokus des PMS 2018 stand der Wissenstransfer rund um die Themen SEA/SEM, DSGVO und Google. Deshalb haben wir uns entschieden, nur zu den am Nachmittag stattfindenden Masterclasses anzureisen. Diese fanden nach einem leckeren Mittagessen in der Sonne in kleinen Gruppen statt, was einen regen Austausch und viele Fragen ermöglichte.

Mittagessen beim PMS 2018 in München

Gemeinsam starteten wir mit der Masterclass zum Thema „SEA meets SEO“. Christian Paavo Spieker, seines Zeichens SEO und Alex(andru) Ionita aus dem SEA-Team stellten uns ihr Konzept des SEA-SEO Balancing vor. Im Prinzip geht es dabei um eine Verzahnung beider Disziplinen und darum, die vorhandenen Synergieeffekte zu nutzen. Auch wenn nur ca. 6,8% aller Google-Klicks auf Adwords-Anzeigen gehen, ist maximaler Umsatz ohne SEA nicht möglich. SEA ist aber nicht nur für transaktionale Suchanfragen unverzichtbar, sondern vor allem das beste Marktforschungstool für alle SEOs. So lassen sich mithilfe von SEA z.B. saisonale Trends, potentielle Linkquellen und gut performende Snippets frühzeitig erkennen und auch für SEO gezielt nutzen. Doch auch umgekehrt kann SEA von SEO profitieren – gerade im Bereich der Longtail-Keywords und der optimierten Landingpages, durch die der Qualitätsfaktor und somit auch die Positionierung und Auslieferung verbessert werden. Es ist definitiv empfehlenswert beide Bereiche enger miteinander zu verknüpfen und eine einheitliche Search-Strategie aufzustellen, bei der eine SEO- und SEA-übergreifende Keyword-Strategie definiert wird, die von crossfunktionalen Teams umgesetzt wird. Wir sind gespannt, ob und wie wir das bei unseren Kunden umsetzen können.

Weiter ging es mit dem momentan allgegenwärtigen Thema „EU-Datenschutz-Grundverordnung“. Hier haben wir festgestellt, dass wir eigentlich schon ganz gut aufgestellt sind. So gab es in dem Vortrag wenig Neues für uns – was in diesem Fall durchaus positiv zu werten ist. Wir und unsere Kunden sind gut gerüstet für die DSGVO. Dennoch wurde in dieser Masterclass viel gefragt und diskutiert, was zeigt, dass die Unsicherheit – vor allem auf Kundenebene – noch immer groß ist. Doch auch Politik und DSK sind sich noch nicht sicher, wie einige Formulierungen der DSGVO zu deuten und auszulegen sind. Hier heißt es für uns alle abwarten und sich weiter informieren, was nach Einführung der DSGVO am 25.05.2018 geschieht – und was die e-Privacy Verordnung Ende 2018 mit sich bringt.

Performance Marketing Summit 2018 in München

Abschluss des spannenden Nachmittags bildete die Masterclass „Erfolgreiches Suchmaschinenmarketing auf Google“, bei der Dominik Wöber direkt aus dem Nähkästchen plauderte und uns die 5 größten Trends des Suchmaschinenmarketings aus der Sicht von Google verriet:

  1. Audience
  2. Attribution
  3. Automation
  4. Ads
  5. Assets

Das bedeutet, dass wir uns ab sofort noch stärker auf unsere Zielgruppen, ihre Bedürfnisse und Gewohnheiten fokussieren müssen. In Zukunft wird eine noch stärkere Personalisierung stattfinden. Dafür benötigen wir umfangreiche „Audience-Signale“, z.B. CRM-Daten, Remarketing-Listen, ähnliche Zielgruppen und natürlich auch weiterhin demografische Daten. Beim Thema „Attribution“ stellt Google mit dem kostenlosen „Google Attribution“ eine Lösung zur Verfügung, die geräte- und kanalübergreifend bei der Optimierung von Marketing-Aktivitäten unterstützen und die Umstellung auf eine datengetriebene Attribution erleichtern soll. In Zukunft werden wir – dank maschinellem Lernen – immer stärker von der Teil- und Vollautomatisierung von Suchmaschinenkampagnen profitieren. Google stellt Empfehlungen zur Verfügung und steuert – wenn gewünscht – auch die Gebotsstrategie. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Automatisierung den Erfolg deutlich steigert. Aber auch die Anzeigen (Ads) selbst sollen in Zukunft noch relevanter für den Nutzer werden. Sie sollen in einen Prozess eingebunden werden, der Suchende nahtlos und personalisiert mit den gewünschten Informationen versorgt und sie direkt zur Conversion bringt. In Zukunft werden auch die „Assets“ stärker in den Vordergrund rücken. Nutzer verlassen eine Seite, wenn ihre Erwartungen enttäuscht werden und die Seite zu lange (länger als 3 Sekunden) lädt. Hier wird deutlich, dass der PageSpeed nicht nur als Rankingfaktor relevant ist, sondern auch maßgeblich zum Geschäftserfolg beitragen kann. Um die Ladezeit zu verkürzen, kann eine Seite entweder manuell mit relativ hohem Aufwand oder mithilfe von Webtechnologien, wie z.B. AMP oder PWA optimiert werden.

Wie ihr seht, bleibt es spannend im Bereich des Suchmaschinenmarketings.

Besuch im Münchner Hofbräuhaus nach dem PMS 2018

Und nach so viel Input für den Kopf darf der Körper natürlich nicht zu kurz kommen. Stilecht haben wir den Tag mit einer Maß und bayrischem Braten im Biergarten des Hofbräuhauses ausklingen lassen, bevor wir uns mit vielen neuen Ideen auf den Heimweg gemacht haben.